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Werkzeug · Interner Pilot

SmartScan

Briefpost lokal erfassen, auslesen, mit Fristen versehen und signiert ablegen — auf einem einzelnen Rechner, ohne Cloud. Unser internes Werkzeug.

Behörden-, Gerichts- und Mahnpost enthält Fristen, die niemand übersehen darf — und die ein Sprachmodell nicht rechnen soll. SmartScan erfasst Poststapel lokal, liest sie mit einem Vision-Modell aus, berechnet Fristen mit geprüftem Code und legt alles nachvollziehbar ab. Unsichere Fälle landen beim Menschen.

Das Problem

Posteingang ist Fleißarbeit mit Haftungsrisiko. Cloud-Dienste zum Auslesen sind bequem, aber Post enthält genau die Daten, die nicht in fremde Hände sollen. Und Fristen sind Rechnungen mit Regeln — kein Fall für ein Modell, das plausibel schätzt.

Wie es funktioniert

  1. 01 Erfassung direkt vom Netzwerk-Scanner oder aus einem Überwachungsordner; Geräte nur aus dem eigenen Netz.
  2. 02 Bildaufbereitung: Leerseiten erkennen, gerade rücken, Stempelbereiche schärfen. Ins Modell geht die verbesserte Fassung, ins PDF die unveränderte Roh-Seite — für den Beweiswert.
  3. 03 Auslesen mit einem lokalen Vision-Modell nach festem Schema: Absender, Empfänger, Datum, Dokumenttyp, Beträge, Fristen im Wortlaut, rechtliche Relevanz.
  4. 04 Fristen werden in Code berechnet, nicht vom Modell: Bekanntgabefiktion, Feiertage, Werktagsverschiebung, Rechtsbehelfsfristen — jede Regel mit einem Test an einem konkreten Kalenderdatum.
  5. 05 Ablage in fester Ordnerstruktur auf dem eigenen Speicher; bei Unsicherheit oder Pflichtfeld-Lücke entsteht eine Prüfaufgabe für den Menschen. Bei Mahnung, Gerichtspost oder hohen Beträgen immer.

Souveränität & Nachweis

  • Keine Netzverbindung außer zum eigenen Scanner, zum eigenen Speicher und zum lokalen Modell. Keine Cloud, kein externer Dienst.
  • Jeder Schritt landet in einem anhängenden Protokoll: SHA-256-Kette, jede Zeile mit Post-Quantum-Signatur (ML-DSA-65). Ein Befehl prüft Kette und Signaturen.
  • Roh-Scans bleiben unverändert, mit Prüfsumme je Seite im Protokoll.
  • Kein stiller Rückfall: fehlt ein Modell, eine Sprache oder der Speicher, wird gemeldet und protokolliert — nie leise umgangen.
  • Zugangsdaten im Schlüsselbund des Betriebssystems, nie in Konfigurationsdateien.

Warum wir ein internes Werkzeug zeigen

Weil es die kleinste vollständige Ausprägung unserer Arbeitsweise ist: Der Mensch entscheidet, das Modell liest, der Code rechnet, das Protokoll beweist. Alles auf einem einzelnen Rechner, ohne dass ein Byte das Haus verlässt.

Was noch offen ist

SmartScan ist wenige Wochen alt. Grundsatzfragen wie die Aufbewahrung der Roh-Scans und die Verarbeitung von E-Mail-Post sind noch nicht entschieden. Eine Erkennungsrate nennen wir erst, wenn wir sie gemessen haben.

Häufige Fragen

Kann ich SmartScan kaufen?
Nein. SmartScan ist ein internes Werkzeug im Pilotbetrieb. Wir zeigen es, weil es im Kleinen vorführt, wie wir On-Premise-KI bauen: lokal, mit geprüftem Code für alles, was zählt, und mit einem signierten Protokoll.
Rechnet die KI die Fristen aus?
Nein, und das ist der Punkt. Das Modell liest die Frist im Wortlaut aus dem Brief. Berechnet wird sie in Code mit Tests — Bekanntgabefiktion, Feiertage, Werktagsverschiebung. Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine nachrechenbare Regel.
Wie hoch ist die Erkennungsrate?
Dazu haben wir noch keine belastbare Messung, deshalb nennen wir keine Zahl. Im Pilot geht bislang jede rechtlich relevante Sendung zur menschlichen Prüfung.

Ein vergleichbares Vorhaben auf dem Tisch?

Schicken Sie uns drei Sätze. Wir antworten innerhalb eines Werktags mit einer ehrlichen Einschätzung — auch dann, wenn wir nicht der richtige Partner sind.