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Werkzeug · Open Source

HUGIN

Ein KI-Arbeitsplatz, der komplett auf Ihrem Rechner läuft — und lieber „das weiß ich nicht“ sagt, als etwas Plausibles zu erfinden.

Ein Chat-Fenster mit Dokumentensuche erfindet plausibel weiter, wenn es nichts findet, und macht nicht sichtbar, ob eine Antwort belegt ist. HUGIN setzt dagegen drei Entscheidungen: ehrlich abstinieren, zwei Modelle statt einem, und der Mensch entscheidet.

Das Problem

Die verbreiteten KI-Assistenten haben zwei Schwächen zugleich: Sie schicken Ihr Wissen in eine fremde Cloud, und sie antworten auch dann selbstbewusst, wenn ihnen die Grundlage fehlt. HUGIN ist der Gegenentwurf für den eigenen Schreibtisch.

Wie es funktioniert

  1. 01 Hybride Suche: Bedeutung und exakte Begriffe (Aktenzeichen, Namen, IDs) werden getrennt gesucht und zusammengeführt — nicht das eine auf Kosten des anderen.
  2. 02 Ein zweites Modell bewertet die Treffer neu. Liegt der beste unter der Schwelle, antwortet HUGIN „dazu habe ich keine belastbare Grundlage“ — und zeigt die schwachen Treffer trotzdem, damit Sie selbst urteilen.
  3. 03 Rat statt Orakel: Im Modus „Gründlich“ erzeugt ein Modell die Antwort und ein zweites greift sie an, bevor Sie sie sehen. Fällt der Kritiker aus, gilt die Antwort als ungeprüft.
  4. 04 Gedächtnis mit Freigabe: Gelerntes wird nur als Vorschlag vorgelegt, Dauerwissen entsteht erst nach Zustimmung; Fakten älter als 180 Tage werden als unbestätigt gekennzeichnet.
  5. 05 Anbindung an externe Werkzeuge und signierte Wissensspeicher (MCP) — Werkzeuge, die etwas versenden könnten, werden nie automatisch aufgerufen.

Souveränität & Nachweis

  • Läuft vollständig lokal; der Dienst bindet nur an die eigene Maschine, nie ans Netz. Kein Konto, kein Cloud-Zwang, keine Telemetrie.
  • Der Zustand liegt als lesbare Dateien im Projektordner — inspizierbar, keine Datenbank, kein Dienst dazwischen.
  • Cloud-Anbieter sind optional und werden nur geladen, wenn ein Schlüssel hinterlegt ist. Eine reine lokale Installation hat keine Cloud-Abhängigkeit.
  • HUGIN versendet, veröffentlicht und löscht nichts von sich aus. Externe Wirkung braucht Freigabe.
  • Offen benannte Grenzen: keine Nutzerverwaltung — ein Rechner, ein Mensch. Für Netzwerkbetrieb braucht es einen authentifizierenden Vorschalt-Dienst.

Warum HUGIN

HUGIN ist unser eigenes Werkzeug für die tägliche Arbeit mit Wissen — und die kleinste Ausbaustufe dessen, was wir Kunden als souveräne KI im eigenen Haus bauen. Alles, was hier an den Grenzen eines Laptops funktioniert, wächst auf einem Server im Rechenzentrum weiter.

Was es nicht ist

Kein Mehrbenutzer-System, kein Netzwerkdienst, kein Produkt mit Zusicherungen. Der Rechner ist die Sicherheitsgrenze; die Mandantentrennung ist eine Anwendungsregel, keine Datenbanksperre. Wir schreiben das so deutlich, weil ein Werkzeug, das sich ehrlich enthält, auch ehrlich beschrieben werden muss.

Status

Version 0.1, Open Source unter AGPL-3.0. Die öffentliche Freigabe des Repositorys wird vorbereitet.

Häufige Fragen

Ist HUGIN ein Produkt von Pioneerdesk mit Support?
Nein. HUGIN ist ein Open-Source-Werkzeug in früher Version (0.1). Es gibt keinen Support-Vertrag und keine Preisliste. Wer es im Unternehmen einsetzen will, dem helfen wir im Rahmen unserer Integrationsarbeit.
Wo bekomme ich den Quellcode?
Die Veröffentlichung wird gerade vorbereitet. Sobald das Repository öffentlich ist, verlinken wir es hier.
Warum zwei Modelle?
Weil ein einzelnes Modell seine eigenen Fehler nicht sieht. Ein zweites, das die Antwort gezielt angreift, findet Lücken, bevor Sie sie finden — und das Protokoll der Debatte bleibt einsehbar.

Ein vergleichbares Vorhaben auf dem Tisch?

Schicken Sie uns drei Sätze. Wir antworten innerhalb eines Werktags mit einer ehrlichen Einschätzung — auch dann, wenn wir nicht der richtige Partner sind.